WEGE DER VERZWEIFLUNG

17

 

INHALT

Die 16-jährige Kira kommt aus reichem, adligen Elternhaus. An materiellen Dingen fehlt es ihr nicht, nur die Beziehung zu den Eltern könnte besser sein. Ständig wird im Haus geschrien, nie sind die schulischen Leistungen gut genug. Und Liebe und Zuneigung scheinen in der Familie Von Herberhausen Fremdworte zu sein. Kira kämpft lange gegen die Verhältnisse an und versucht die distanzierten Eltern zufriedenzustellen. Eines Tages jedoch macht sie eine furchtbare Entdeckung. Das junge Mädchen verzweifelt daran und gerät in den tiefen Sog der Drogensucht.

 

_DSC1451

 

PROJEKT

Ziel dieses Projektes war es in 5 Arbeitstagen einen Spielfilm zu konzipieren und zu drehen. Ausgehend von einfachen Begriffen wie LIEBE, RASSISMUS oder SUCHT wurden am ersten Arbeitstag zunächst in 5er-Gruppen Kurzgeschichten verfasst. Dazu bedienten wir uns verschiedener kreativer Schreibmethoden, wie dem „Automatischen Schreiben“, dem „Geschichten-Jahrmarkt“ oder der „Klatschblattgeschichte“. So konnten die Jugendlichen spielerisch einen Zugang zu dem komplexen Vorgang des literarischen Schreibens bekommen. Am Ende des ersten Tages stellten alle 5 Gruppen ihre Geschichten vor. Daraufhin wurde von der gesamten Gruppe abgestimmt welche Story zu einem Drehbuch weiterentwickelt werden sollte. Die Wahl fiel auf die Kurzgeschichte zum Thema SUCHT, in der ein junges Mädchen von ihren Eltern und Freunden mehr und mehr im Stich gelassen wird und so den Drogen verfällt. Am zweiten Arbeitstag wurde die Kurzgeschichte zunächst in 3 Abschnitte unterteilt. 15 TeilnehmerInnen schrieben dann in 3 Gruppen jeweils einen Abschnitt zu einem Drehbuch um, während 10 ausgewählte Schauspieler den Tag zum Üben mit Schauspieltrainer Gunther Möllmann nutzen. Auch das Kamerateam, bestehend aus 5 Personen bekam Zeit sich mit der Technik vertraut zu machen. Am Ende des zweiten Tages hatten wir ein fertiges Drehbuch mit allen Dialogen und Handlungen für drei Drehtage erstellt, sowie die Rollen für die SchauspielerInnen verteilt. Am ersten Drehtag (März 2013) mussten sich alle TeilnehmerInnen mit ihren Aufgaben vertraut machen. Es gab MaskenbildnerInnen und KulissenbildnerInnen, Kamerafrau, TonmeisterInnen, Regie, Regieassistenz und natürlich die SchauspielerInnen. Gedreht wurde mit einer DSLR-Kamera, sowie separatem Tonaufnahmegerät und Filmklappe. Schnell wurde den Jugendlichen bewusst, dass an drei Drehtagen viel Arbeit auf sie zukam. Die Szenen wurden nicht in Reihenfolge sondern durcheinander gedreht, sodass es umso wichtiger war auf Kontinuitätsfehler und Vollständigkeit zu achten. Am 3. Tag wurde die letzte Szene mit letzter Kraft eine Stunde nach eigentlichem Schluss noch aufgenommen. Der Schnitt erfolgte während der Drehzeit nur grob und wurde dann später verfeinert.

 

WEGE DER VERZWEIFLUNG AUF YOUTUBE

 

FILMTEAM IM INTERVIEW